ISBN-13: 9783638598170 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 44 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Padagogik - Padagogische Soziologie, Note: gut, Universitat Osnabruck, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Thema Gewalt ist in den letzten Jahren immer mehr in das offentliche Interesse getreten. Nach Berichten von Massakern an amerikanischen Highschools, erfolgten auch in Deutschland Gewalttaten an Schulen. Eine traurige Tat war sicherlich am 26. April 2002 am Gutenberg Gymnasium in Erfurt. An dieser Schule totete ein 19jahriger Schuler in einem Amoklauf 16 Schuler/innen und Lehrer/innen. Bis zu diesem Zeitpunkt war es unvorstellbar, dass auch in Deutschland jemals so eine schrecklich Tat passieren konnte. Bereits kurz nach diesem Ereignis wurde in der Bevolkerung eine Diskussion entfacht, wie ein Jugendlicher so ein enormes Gewaltpotential entwickeln konnte. Eine Teilantwort war schnell gefunden. Der Einfluss von gewaltverherrlichenden Computerspielen und Filmen geriet in die Kritik. Sie galten als Moglichkeit negativer Beeinflussung von Jugendlichen auf ihr soziales Verhalten. Wurden Jugendliche fruher hauptsachlich durch Medien wie Theater, Marchenbucher oder Jugendbucher gepragt, so geschieht dies heute vermehrt durch den Computer, Kino oder das Fernsehen. In breiten Bevolkerungskreisen wird vermutet, dass sich der Einfluss von Medien verstarkend auf die Gewaltbereitschaft Jugendlicher auswirkt. Im Gegensatz dazu ist die Meinung der wissenschaftlichen Literatur nicht eindeutig. Auffallig ist jedoch, dass sich das Umsatzvolumen von Online-Rollenspielen von 81 Millionen US-Dollar im Jahre 2000 auf 3,7 Milliarden in 2005 gesteigert hat.1 Eine weitere interessante Frage ist auch, ob die Gewalt tatsachlich angestiegen ist oder ob es sich lediglich um ein subjektives Empfinden der Offentlichkeit handelt, welches wiederum durch die Medien verursacht sein konnte. Diese Hausarbeit soll die Frage klaren, inwieweit Medien die Gewaltbereitschaft Jugendlicher beeinflussen konnen.