ISBN-13: 9783656039808 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 80 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Mittel- und Sudamerika, Note: 1,3, Freie Universitat Berlin (Otto-Suhr-Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: ... Die angewandte Strategie der USA konzentriert sich im Wesentlichen auf die Angebotsbekampfung, der Ursprung des Problems wird in den Produktionslandern verortet und der Nachfragebekampfung wird bewusst ein geringerer Stellenwert eingeraumt. Die Drogenproblematik ist fur die USA also eher ein auenpolitisches als ein innenpolitisches Thema, womit sich die Verlagerung der einhergehenden Probleme und Kosten in die Produktionslander erklart. Diese Sicht- und Herangehensweise tragt dazu bei, die Militarisierung der Drogenpolitik zu erklaren. Die USA verfolgen einen auenpolitischen Ansatz, der militarische Interventionen nicht als ultima ratio sondern als eine gleichberechtigte Strategie neben diplomatischen Mitteln umfasst, so auch in der Andenregion. Der Misserfolg der Drogenpolitik ist dabei erheblich auf den angebotsorientierten, militarischen Fokus zuruckzufuhren, der die Gewaltauswuchse, die mit der Drogenindustrie verzahnt sind, mit gleichen Mitteln zu bekampfen versucht. Anstatt die Zahl und Schlagkraft der Gewaltakteure wirksam zu reduzieren, fuhren die kriegerischen Mittel zu einer Destabilisierung der Andenregion, die sich an einer erhohten diplomatischen Spannung und der militarischen Aufrustung dieser Staaten ablesen lasst. Es wird ersichtlich, dass militarische Einsatze, die bei der Vernichtung der Drogenproduktion und der Unterbindung des Drogenschmuggels zu beobachten sind, nur zu einer Symptom- statt Ursachenbekampfung taugen. Mit der angebotsorientierten Ausrichtung der Drogenpolitik lasst sich ebenfalls das unilaterale Vorgehen der USA in der Andenregion in Zusammenhang setzen. Die hegemoniale Vorgehensweise der USA hat in den letzten Jahrzehnten zu einer Situation in der Andenregion gefuhrt, die sich durch unkooperatives Verhalten der Staaten unterein