ISBN-13: 9783638772105 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche, Note: 2,1, Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg (Institut fur Politische Wissenschaft), Veranstaltung: Oberseminar: Globalisierung, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Unter dem Einfluss der Globalisierung gerat der Wohlfahrtsstaat, bedingt durch seine traditionell nationalstaatlich ausgerichtete Funktionsweise, zunehmend unter Druck. Die wachsende Flexibilisierung des internationalen Kapitals verscharft die Konkurrenz der Nationalstaaten auf dem Weltmarkt. Der Nationalstaat kommt heute einem Wirt gleich, der versucht, das internationale Kapital uber seine Schwelle zu locken, um die eigene wirtschaftliche Prosperitat zu gewahrleisten.Gewisse Steuerungsmechanismen keynesianischer Auspragung greifen nicht mehr und die steuerliche Einnahme wird in Zeiten zunehmender Kapitalstrome und Verschiebungen" schwer kalkulierbar Zudem kommt, dass als eine der gravierendsten Folgen der Internationalisierung der Wirtschaft, die Standortfrage eine immer grosser werdende Rolle spielt. Unternehmen mussen verstarkt mit Billiglohnlandern" konkurrieren und im internationalen Vergleich immer effizienter produzieren Dies hat zur Folge, dass der Staat in vielerlei Hinsicht Souveranitat und Handlungsfreiheit einbusst. Diese geschmalerte Handlungspolitik spiegelt sich nicht zuletzt in staatlichen Gestaltungsraumen von Sozialpolitik wieder. In den Nationalstaaten erhoht sich durch die dem Markt eigene Logik und der internationalen Arbeitsteilung der Druck zu einer wettbewerbskonformen Standortpolitik, denn, so schreibt Jurgen Habermas: " ein Kapital, das auf der Suche nach Investitionsmoglichkeiten und spekulativem Gewinn sozusagen aus der nationalen Anwesenheitspflicht entlassen ist und frei vagabundiert, kann mit seinen Exit-Optionen drohen, sobald eine Regierung mit Rucksicht auf Nachfragespielraum, soziale Standards oder Beschaftigungssicherung den nation