ISBN-13: 9783565191772 / Niemiecki / Miękka / 120 str.
"Der Tanzende Tod - Als eine Stadt vor Erschöpfung fast zugrunde ging" rekonstruiert eines der bizarrsten Ereignisse der europäischen Geschichte: die Tanzwut von Straßburg im Jahr 1518. Mitten im Sommer begannen Hunderte Bürger unkontrolliert zu tanzen, Tage und Nächte hindurch, bis sie vor Erschöpfung, Herzversagen oder Hitzschlag zusammenbrachen. Das Buch untersucht dieses Phänomen nicht als Legende, sondern als medizinisch dokumentierten Fall einer massenpsychogenen Erkrankung.Historiker Klaus Wegener analysiert die extremen Stressfaktoren jener Zeit - Missernten, religiöse Angst und Seuchen -, die sich in einer kollektiven Trance entluden. Er beschreibt die hilflosen Versuche der Stadtverwaltung, die das Tanzen erst förderte (in der Hoffnung, die Leute würden sich "austanzen") und damit das Chaos nur verschlimmerte.Das Buch zieht Parallelen zu modernen Formen der Massenhysterie und Burnout-Phänomenen. "Der Tanzende Tod" ist eine faszinierende Studie darüber, wie der menschliche Körper reagiert, wenn der psychische Druck einer ganzen Gesellschaft unerträglich wird. Es zeigt, dass der "Wahnsinn" oft nur ein verzweifelter Ausweg des Geistes ist.
Erleben Sie den Sommer 1518, als eine ganze Stadt in einen tödlichen Tanzrausch verfiel.