ISBN-13: 9783640556618 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 64 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: 1,0, Universitat Osnabruck, Veranstaltung: Seminar: Sokrates und die Sokratik, Sprache: Deutsch, Abstract: Sokrates: das Urbild des Philosophen. Mit seiner Uberleitung "in das rationale Denken der Philosophie" kann er zu Recht als Begrunder der Moderne und der mit ihr verbundenen abendlandischen Philosophie bezeichnet werden. Legendar ist nicht nur die Lehre seines Nichtwissens ("ich wei, da ich nichts wei") sondern auch sein spektakularer Proze im Jahre 399 vor Christus mit der Verurteilung zum Tode durch den Schierlingsbecher. Mit diesem Proze will sich die hier vorliegende Arbeit befassen. Dabei sollen weniger historische Fakten als der Philosoph Sokrates im Mittelpunkt stehen. Da von Sokrates selbst keine niedergeschriebene Lehre existiert, ist man auf die Zeugnisse seiner Zeitgenossen angewiesen, will man sich der Person Sokrates und seiner Philosophie nahern. Diese Arbeit wird dabei auf Platons "Apologie des Sokrates" und Xenophons "Erinnerungen an Sokrates" zuruckgreifen. Diese beiden Dokumente sind als Antwort der Sokrates-Verehrer auf die um das Jahr 392 vor Christus erschienene Pamphlete des Redners und Politikers Polykrates anzusehen. Mit dieser als einer von Anytos vorgebrachten Anklagerede fingierten Polemik sollte gegen den wachsenden Einflu der Sokrates' Schuler vorgegangen werden. Diese machten ihren Widerspruch durch Werke wie Platons "Apologie" und Xenophons "Erinnerungen" deutlich. Bei der Analyse der Dokumente von Platon und Xenophon mu immer im Blick behalten werden, da keine dieser Sokrates-Darstellungen mit dem historischen Sokrates identifiziert werden darf: viel zu unterschiedlich fallen die verschiedenen Berichte uber Sokrates aus. Vor allem bei Platon bleibt ungewi, inwieweit dieser seinem Lehrer und Vorbild Sokrates seine eigene Lehre in den Mund gelegt hat. Bei dem Schiftsteller und Historiker Xenophon ist deshalb eine groere Historizitat