ISBN-13: 9783640741298 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 102 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 2,0, Johannes Gutenberg-Universitat Mainz (Politikwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Machiavelli ist in den gut 500 Jahren seit seinem Tod lang und kontrovers diskutiert worden. Das Spektrum reicht dabei von hochster Ehrung bis zu tiefster Schmahung. Nicht selten heit es auch, das Thema sei inzwischen abgegrast, viel Neues gabe es nicht mehr. Wozu also eine weitere wissenschaftliche Arbeit uber das Werk Machiavellis? Jeder der sich diese Frage gestellt sieht, kann dankenswerterweise auf Erwin Faul verweisen, der zu Recht feststellte, dass Machiavellis Thesen von zeitloser Bedeutung sind und sich daraus ein endloses Gesprach ergibt1. Jede Generation muss einen eigenen Zugang zu Machiavelli finden. Dabei ist es vor allem die ungeheure Faszination, die von seinen Werken und da naturlich ganz besonders von Il Principe ausgeht. Die teilweise brutale Art, mit der dem Leser die Politik jenseits der Schonwetter-Demokratie vor Augen gefuhrt wird, vermag jederzeit zu fesseln. Gleichzeitig fuhrt es aber zur Spaltung der Leserschaft. Manche sehen ihn als republikanisch gesinnten Begrunder rationaler Politikwissenschaft, andere als Propheten des totalitaren Gewaltstaates. Letzteres fuhrt nur zu oft zum Verweis auf die Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Der Begriff des Machiavellismus' wird dann in die Nahe des Nationalsozialismus' geruckt, wo er aber nicht hingehort. Da wird behauptet, Hitler hatte, wie auch Stalin oder Mussolini, seine Politik mit Machiavellis Il Principe rechtfertigen konnen. Nichts ist abwegiger. Dies nachzuweisen und darzulegen, ist der Kern dieser Arbeit.