ISBN-13: 9783656470878 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 236 str.
ISBN-13: 9783656470878 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 236 str.
Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands, Note: 2,0, Katholische Universitat Eichstatt-Ingolstadt (Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultat), Sprache: Deutsch, Abstract: Am 14. Juli 2010 wird Hannelore Kraft zur Ministerprasidentin von Nordrhein-Westfalen gewahlt. Die Koalition aus SPD und Bundnis 90/Die Grunen betritt Neuland im bevolkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, indem sie sich bewusst fur eine Minderheitsregierung entscheidet und politische Koalitionsangebote der weiteren Parteien ablehnt. Bundesweit ruft diese Koalition groes Interesse in Politik, Gesellschaft und Wissenschaft hervor. Den 90 Abgeordneten von SPD und Grunen, stehen 91 Mandatstrager der Oppositionsfraktionen CDU, FDP und LINKE gegenuber. Die rot-grune Minderheitsregierung startet das Projekt 90+X. Zwei Jahre spater ist das Projekt gescheitert, doch die Neuwahl beschert Hannelore Kraft eine satte Mehrheit im Parlament. Die parlamentarische Demokratie in Bund und Landern basierte in der Vergangenheit, bis auf wenige Ausnahmen, auf Mehrheitsregierungen. Die Regierungspartei, beziehungsweise die Regierungskoalition, verfugt uber die absolute Mehrheit der Sitze im Parlament und kann auf diese Weise politisch gestalten. Entscheidungsgremien sind unter anderem das Kabinett, der Koalitionsausschuss und auch die Regierungsfraktionen mit den einzelnen Abgeordneten. Realistisch betrachtet werden Entscheidungen jedoch zumeist zwischen Ministerprasidenten, Ministern und Fraktionsvorsitzenden gefallt. Die Rolle des einzelnen Abgeordneten ist untergeordnet. Die vorliegende Dissertation von dem Politikwissenschaftler Andre Vielstadte erklart als erste Forschungsarbeit anhand einer empirischen Analyse wie es der Regierung von Hannelore Kraft gelang, zwei Jahre Mehrheiten fur Ihre Projekte zu gewinnen und warum der Kraftakt trotzdem scheitern musste. Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel bezeichnet die