ISBN-13: 9783640273089 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 40 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche, Note: 1,3, Ernst-Moritz-Arndt-Universitat Greifswald (Institut fur Vergleichende Regierungslehre), Veranstaltung: Vergleichende Demokratieforschung und Demokratiemessung, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Untersuchung analysierte, ob die personliche Religiositat Einfluss auf die Einstellung zur Demokratie hat. Der politische Kulturansatz, der die Unterstutzung der Bevolkerung als zwingend notwendig fur die Stabilitat eines Systems beschreibt, diente als theoretische Grundlage, um Aussagen uber mogliche Folgen eines hohen Anteils religioser Bevolkerung auf die Stabilitat eines demokratischen Systems treffen zu konnen. Als Datenbasis diente der World Values Survey (Version 2006). Die fur die Untersuchung relevanten Variablen wurden selektiert, aggregiert, recodiert und den Variablen "Religiositat," "Laizismus" und "Demokratie" zugeordnet. Die anschlieende Faktorenanalyse diente zur Uberprufung der theoretischen Grundannahmen. Die entstandenen Faktorvariablen wurden zur Korrelationsanalyse verwendet. Diese Analysen ergaben, dass keine erkennbare Korrelation zwischen Religiositat und der Einstellung zur Demokratie besteht. Ein hoher Anteil religioser Bevolkerung hat demnach keinen Einfluss auf die Stabilitat demokratischer Systeme. In einem zweiten Schritt wurde untersucht ob es einen Zusammenhang zwischen der politischen Kultur und der politischen Struktur gibt, da dieses nach dem politischen Kulturansatz ebenfalls fur die Stabilitat eines politischen Systems notwendig ist. Zu diesem Zweck wurden Scatterplots angefertigt, welche die Daten von den Indices Polity IV und Freedom House mit den Summenvariablen "Religiositat," "Laizismus" und "Demokratie" abbildeten. Auch hier gab es keinen Zusammenhang zwischen Religiositat und dem demokratischen Status eines Landes. Je hoher der demokratische Status eines Landes jedoch war