ISBN-13: 9783638772990 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 2,2, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen, Veranstaltung: Deutschland und Polen 1919-1970, 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die polnische Kirche war 1965 gepragt durch das Selbstbewusstsein einer Kirche, die auf eine lange und angesehene Tradition zuruckblicken konnte und die uberwaltigende Mehrheit der Nation hinter sich hatte. Laut Statistischem Jahrbuch von 1966/67 bezeichneten sich 90 % der Bevolkerung Polens als praktizierende Katholiken. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Staat und Kirche in der Zeit zwischen 1945 bis 65, also wahrend der ersten 20 Jahre der Volksrepublik Polen, lasst sich in vier Phasen zusammenfassen: (1)die Anfangsjahre, die das kommunistische Regime zur Konsolidierung brauchte und in denen sich die Kirche relativ ungestort dem Wiederaufbau widmen konnte; (2)die schlimmsten Jahre des Totalitarismus von etwa 1949 bis 56, der 1953 in der Internierung des Primas Wyszynski kulminierte; (3)die kurze Phase des Einvernehmens zwischen Staat und Kirche bis 58, bedingt durch die Schwache der Gomulka-Regierung; (4)und die Phase bis 65, in der sich Gomulka allein schon aus innerparteilichen Grunden zu einem harten Kurs gegen die Kirche veranlasst sah. In der folgenden Arbeit wird zuerst auf die kirchlichen Initiativen eingegangen, die dem Briefwechsel der Bischofe vorangegangen waren. Daraufhin werden die Umstande der Entstehung des polnischen Bischofsbriefs geschildert, sowie ein kurzer Uberblick uber die Inhalte der Briefe gegeben. Bei den Reaktionen auf den Briefwechsel wird besonderes Augenmerk auf die Reaktionen in Polen gelegt, da einerseits der erste Schritt von polnischer Seite kam; andererseits die Rasonanz in Polen ungemein starker war als in Westdeutschland. Der Brief-wechsel der Kardinale Wyszynski und Dopfner der Jahre 1970 und 1971 wird in diese Arbeit nicht einbezog