ISBN-13: 9783668047648 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Soziologie - Medizin und Gesundheit, Note: 1,3, Johann Wolfgang Goethe-Universitat Frankfurt am Main, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Seminararbeit handelt von der soziologischen Verortung der Depression. Es soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit Gesellschaft und die Krankheit Depression zusammenhangen. Depressionen gelten inzwischen als die am weitesten verbreiteten psychischen Storungen uberhaupt. Es gibt keine Altersgrenze und auch keine Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Schichten oder dem Geschlecht. Nach dem franzosischen Soziologen Alain Ehrenberg handelt es sich bei der Depression um eine Erkrankung des Individuums aus einer Erschopfung heraus, an seiner Identitat zu arbeiten. Jedes Individuum formt im Laufe seines Lebens seine Personlichkeit. Bei diesem Prozess spielen die Gesellschaft, die Kultur, die sozialen und okonomischen Bedingungen, das Familienleben und vieles mehr eine wichtige Rolle. Wenn einer dieser Bereiche in einer kritischen Lebensphase nicht genug Struktur bietet, besteht. Zunachst soll eine Einfuhrung in die Begrifflichkeit und Symptomatik der Depression dazu dienen, den Begriff der Depression weitestgehend zu erfassen. Anschlieend werden die verschiedenen Erklarungsansatze der Depression aufgezeigt und voneinander abgegrenzt. Danach ruckt der Schwerpunkt der Arbeit, die soziologische Verortung der Depression, in den Fokus. Hierbei wird das Verhaltnis von Depression und Gesellschaft thematisiert, wahrend zum einen die Vergesellschaftung der Depression und zum anderen das Zusammenspiel von Individuum und Gesellschaft sowie die Identitatsfindung im gesellschaftlichen Kollektiv beleuchtet wird. Hierbei wird auch der Einfluss von Institutionen auf die Biographien bzw. Lebensfuhrungen der Individuen aufgezeigt. Im Anschluss daran wird der Frage nachgegangen, ob die Depression als eine soziale Erkrankung durch unsere Gesellschaft forciert wird. Hierbei wird insbesondere der Erk