ISBN-13: 9783656302735 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: 1,0, Johannes Kepler Universitat Linz (Instituts fur Kanonistik, Europaische Rechtsgeschichte und Religionsrecht), Veranstaltung: Arbeitsgemeinschaft aus Rechtsgeschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: "Den Eheleuten kommt es zu, einander auszusuchen. (...) .", so der Philosoph und Schriftsteller der Aufklarung, Jean-Jacques Rousseau, in einem seiner Werke uber die Grundlagen der Erziehung. Die Ehe wurde aber oft in der Historie vielfaltigen Eingriffen von Seiten des Staates ausgesetzt und dessen Kontrolle unterworfen. Wahrend zu Zeiten der Weimarer Republik eine fur ihre Zeit moderne und soziale Familienpolitik angestrebt wurde, begann sich das Blatt in der NS-Zeit drastisch zu wenden und hatte den Verlust der bisherigen gesellschaftlichen Errungenschaften in Ehe und Familie zur Folge. Auf der einen Seite, wurde die Forderung von ausgewahlten, in das Menschenbild des NS-Regimes passender Personen und deren Kinder betrieben; auf der anderen Seite, wurden bestimmten Personengruppen Verbote der Eheschlieung auferlegt, die bis hin zu deren Zwangssterilisation fuhrten. Diese Arbeit befasst sich insbesondere mit dem Einfluss der nationalsozialistischen Anschauungen auf das Eherecht in Deutschland und Osterreich, die sich in der Rechtswissenschaft und Rechtsprechung der NS-Zeit widerspiegelten. Eingangs wird kurz auf die ehe- und familienrechtlichen Gegebenheiten beider Lander vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten eingegangen, um im Anschluss die Entwicklung des NS-Eherechts zu erortern. Um die rechtliche Lage in diesem Bereich nach 1945 zu verdeutlichen, wird sodann die Entwicklung im Eherecht fortgefuhrt, um schlielich beispielhaft auf die wichtigsten Reformen einzugehen.