ISBN-13: 9783668098404 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte, Note: 1,7, Universitat zu Koln (Institut fur Katholische Theologie), Veranstaltung: Einfuhrung in das Studium der Alten Kirchengeschichte - Entstehung und Ausbildung der Christologie in der Alten Kirche, Sprache: Deutsch, Abstract: Das zweite Konzil von Konstantinopel erwarb durch die nachtragliche Unterschrift des damaligen Papstes Vigilius und der Bestatigung dessen Nachfolgers Pelagius I. einen okumenischen Rang, sodass es neben den vorangegangenen vier okumenischen Konzilien als das funfte allgemeine Konzil in die alte Kirchengeschichte eingegangen ist. Es tagte von Mai bis Juni 553 und setzte sich mit den christologischen Lehren der sog. "Drei Kapitel" auseinander, worunter man jene von Kaiser Justinian vorgenommene Zusammenstellung der Christologie dreier Theologen versteht. Diese zum Zeitpunkt des Konzils schon langst verstorbenen Autoritaten, namlich Theodor von Mopsuestia, Theodoret von Cyrus und Ibas von Edessa wurden einschlielich ihrer christologischen Lehren auf Beschluss des Konzils verdammt. Ferner stellte das Konzil und die damit verbundene Verurteilung der drei fraglichen Kapitel "das Ergebnis hundertjahriger theologischer Streitigkeiten dar; Vf.], die nicht nur allmahlich die Krafte des spatromischen Reiches aufgezehrt hatten, sondern die Christenheit so auseinanderdividierten, dass die Nachwirkungen bis heute spurbar sind." Warum jedoch bemuhte sich ein Konzil um die Verdammung bereits verstorbener Personlichkeiten? Oder mehr noch, warum erschien ein erneutes Konzil notwendig, wenn doch das Konzil von Chalcedon, hinsichtlich der christologischen Streitigkeiten, mit seiner Formel ein gewisses Gleichgewicht zustande gebracht hat? Anders ausgedruckt, welche christologische Position nahm das funfte okumenische Konzil folglich ein?