ISBN-13: 9783638697620 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 84 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 2,3, Ernst-Moritz-Arndt-Universitat Greifswald, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Schon seit langer Zeit versuchen Menschen, sich ihre Gefuhle zu erklaren und zu begreifen, welche Rolle sie fur ihr Leben spielen. Sie fragen unter anderem danach, wo ihre Gefuhle herkommen, wozu sie sie brauchen und warum sie uberhaupt da sind. Gefuhle waren deshalb auch von Beginn an Gegenstand philosophischer, theologischer und naturwissenschaftlicher Betrachtungen. Heutzutage werden Gefuhle nicht mehr als gottgegeben angesehen; man beschreibt und interpretiert sie jetzt vielmehr im Rahmen der Geistes- und Naturwissenschaften vor dem Hintergrund einer sakularisierten Weltanschauung. Gefuhle werden daher gegenwartig in erster Linie begriffen als (neuro)physische, psychische und soziale Phanomene. Diese moderne Sichtweise hat jedoch zur Folge, dass, zusammen mit der pramodernen christlich-theologischen Weltanschauung, weitgehend auch die gesonderte Reflektion der spezifisch religiosen Gefuhle ad acta gelegt wurde. Religiose Gefuhle werden als solche einfach kaum mehr gesondert untersucht; im Zusammenhang verschiedener Gefuhlstheorien behandelt man sie jetzt allerhochstens noch am Rande als eine Unterart der 'naturlichen' Emotionen. Kann aber - die Frage erhebt sich an dieser Stelle - eine sakular orientierte Emotionstheorie von ihrem Standpunkt aus das Wesen dieser besonderen Gefuhle wirklich adaquat erfassen, wenn sie sie ausschlielich als 'naturliche' Gefuhle begreift? Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird dieser Frage nachgegangen - es wird untersucht werden, wie weit eine zeitgenossische, explizit areligios ausgerichtete Emotionskonzeption (von Ronald de Sousa) in Hinblick auf religiose Gefuhle sehen kann und an welche Grenzen sie stot.