ISBN-13: 9783640271467 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte - Amerika, Note: 1,0, Humboldt-Universitat zu Berlin, 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: If they were wives they spent too much money. They were insatiably demanding as mothers, wanting more success and attention. They would not let their children, principally theirs sons, go into the world as 'normal'." Diese Arbeit soll das Stereotyp der judischen Mutter beleuchten, wie es nach Ende des 2. Weltkriegs in der amerikanischen Gesellschaft popular wurde und bis in die 1970er Jahre in zahlreichen Filmen, Romanen und durch Stand-Up Comedians bedient wurde. Danach sollte das Stereotyp von dem der JAP, der unverheirateten Jewish American Princess" abgelost werden. Die diskursiven Entstehensprozesse und -mechanismen, die zur Popularisierung des Stereotyps der judischen Mutter fuhrten, sollen im Laufe dieser Arbeit herausgearbeitet werden. Dabei soll das Stereotyp als Projektionsflache fur Ressentiments von Nichtjuden gegenuber Juden aber auch intraethnisch fur Angste der judischen Minderheit selbst, bedingt durch das starkere Vordringen der Juden in die gehobene amerikanische Mittelschicht, plausibel dargestellt werden. Grundvoraussetzung fur die Entstehung des Stereotyps war demnach die veranderte sozio-okonomische Gesamtsituation der sich im Umbruch befindlichen amerikanischen Gesellschaft nach 1945 und der damit verbundene Aufstieg von Juden in gesellschaftliche und wirtschaftliche Spharen, in denen sie bislang nicht oder nur in sehr eingeschranktem Mass anzutreffen waren. Dies meint sowohl die wellenartige Ansiedlung in bis dato mehrheitlich nichtjudischen Vororten, als auch die Etablierung in typisch mittelstandigen Berufsklassen bis hin zur generellen Ubernahme der Lebensstandards der Mittelschicht."