ISBN-13: 9783640251292 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Kunst - Bildhauerei, Skulptur, Plastik, Note: 2,5, Freie Universitat Berlin (Kunstgeschichte), Veranstaltung: Norddeutsche Schnitzaltare, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Marienkirche zu Rostock besass in der vorreformatorischen Zeit um 1500 bis zu vierzig Altare. Von diesen vierzig Altaren sind heute nur noch ein Seitenflugel eines Altarretabels und ein Rochusaltar vorhanden. Des weiteren gibt es noch eine Mutter Gottes auf der Mondsichel, eine mittelalterliche Funte, eine astronomische Uhr und den heutigen barocken Hauptaltar. Diese Arbeit widmet sich dem Rochusaltar (Abb. 1). Das Altarretabel ist in die Entstehungszeit um 1534 datiert. Die Kunstlerzuschreibung ist in der Forschungsliteratur sehr schwankend und geht von Benedikt Dreyer uber Claus Berg bis hin nach Schwaben und zur niederrheinischen Schnitzkunst. Vorwiegend wird das Retabel Benedikt Dreyer bzw. seinem Umfeld zugeschrieben. Das Interesse dieser Arbeit liegt auf der Verehrung der Heiligen, welche im Retabel dargestellt sind und wie diese auf den Glaubigen gewirkt haben konnten. Dabei ist zu bedenken, dass durch den Verlust der restlichen Altare das zu behandelnde Retabel eine andere Wirkung auf den Betrachter ausubt. Des Weiteren steht die Legitimation eines solchen Retabels zur Frage. Die dargestellten Heiligen sind: der hl. Rochus, der hl. Antonius der Eremit, der hl. Sebastian, die hl. Arzte Kosmas und Damian, der hl. Christophorus, ein unidentifizierter Bischof, sowie weibliche Heiligenfiguren aus dem Gesprenge. Die Heiligen sind alle Schutzheilige gegen Pest und Krankheit. Uber die Entstehungsumstande des Altares ist nichts bekannt, daher lasst sich anhand der Figuren vermuten, dass das Retabel eine Stiftung der Zunft der Wundarzte und Bartscherer war, da deren Patronatsheilige zu finden sind