ISBN-13: 9788028392635 / Niemiecki / Miękka / 76 str.
In "Das Problem der Homosexualität" beleuchtet Alfred Adler, einer der Begründer der Individualpsychologie, die Erscheinungsformen, Ursachen und gesellschaftlichen Reaktionen auf Homosexualität im Kontext der frühen Psychoanalyse. Das Werk, verfasst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, stellt einen Versuch dar, homosexuelle Orientierungen mit den Mitteln der individualpsychologischen Theorie zu verstehen. Adler kombiniert präzise Fallstudien, detaillierte Analysen psychischer Entwicklung und eine kritische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen wissenschaftlichen Positionen zu Sexualität und Geschlecht. Sein Stil ist analytisch und ausgewogen, wobei er darum bemüht ist, subjektive Erfahrungen in einen größeren gesellschaftlichen Rahmen zu setzen. Alfred Adler (1870-1937) war ein österreichischer Arzt und Psychotherapeut, dessen individualpsychologischer Ansatz besonderen Wert auf soziale Faktoren und den Gemeinschaftssinn legte. Als Zeitgenosse Freuds entwickelte Adler eine eigene Sichtweise auf psychische Entwicklung und soziale Dynamiken, die er auch auf Themen wie Geschlechtsidentität und Sexualität anwendete. Sein Interesse an gesellschaftlicher Integration und menschlicher Vielfalt spiegelt sich in der behutsamen und differenzierten Behandlung komplexer Themen wider, wie sie in diesem Buch exemplarisch hervorgehoben werden. "Das Problem der Homosexualität" empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die sich für die historische Entwicklung psychologischer und gesellschaftlicher Diskurse um Sexualität interessieren. Das Buch liefert tiefgehende Einblicke in die frühe Auseinandersetzung mit sexuellen Identitäten und regt zur kritischen Reflexion über damalige und heutige Sichtweisen an. Es ist ein Grundlagenwerk zur Geschichte der Sexualwissenschaften und ein bedeutender Beitrag zum Verständnis psychologischer Vielfalt.