ISBN-13: 9783640559299 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 72 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 2,0, FernUniversitat Hagen, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahr 1685 erlie der Kurfurst von Brandenburg, Friedrich Wilhelm I., bekannt als der "Groe Kurfurst," das Edikt von Potsdam. Es war eine unmittelbare Reaktion auf das vom Franzosischen Konig Ludwig XIV. kurz zuvor erlassene Edikt von Fontainebleau, durch das das Edikt von Nantes aus dem Jahre 1598, in dem den Hugenotten, den Reformierten in Frankreich, weitgehende Toleranz eingeraumt worden war, aufgehoben wurde. Diese Toleranz, schon zuvor immer mehr eingeschrankt, entfiel nun und stellte die Hugenotten unter mehr oder weniger starken Zwang sich zum katholischen Glauben zu bekennen. Die Ausreise aus Frankreich war ausdrucklich nicht erlaubt, wurde aber dennoch von vielen Hugenotten als einziger Ausweg gesehen, und viele Tausende flohen aus Frankreich. In dieser Situation bot Kurfurst Friedrich Wilhelm seinen Glaubensbrudern -das Haus Hohenzollern gehorte seit 1613 ebenfalls dem Reformierten Glauben an- Schutz und Aufnahme in seinen Landern. Es siedelten sich in der Folgezeit zwischen 16 000 und 18 000 Hugenotten, auch Refugies, (Glaubens-)Fluchtlinge genannt, in Brandenburg-Preuen an, immerhin 40 % aller nach Deutschland gekommenen Franzosischen Glaubensfluchtlinge. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Motive des Groen Kurfursten zu diesem Schritt darzustellen und die Folgen der Einwanderung dieser nicht unwesentlichen Zahl von Glaubensfluchtlingen aus Frankreich fur Brandenburg-Preuen zu untersuchen. War es nur oder uberwiegend Solidaritat bzw. Mitleid mit den Glaubensbrudern, die den Kurfursten zum Erlass des Edikts veranlassten? Welchen Anteil spielten dagegen praktische Uberlegungen? Und, vor allem, wurden die damit verbunden Erwartungen letzten Endes auch erfullt? Nach einer Darstellung der Situation in den Landern des Kurfursten vor 1685, und einer kurzen Schild