ISBN-13: 9783640141692 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 28 str.
ISBN-13: 9783640141692 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,0, Technische Universitat Dresden (Lehrstuhl fur germanistische Mediavistik und Fruhneuzeitforschung), Veranstaltung: Walther von der Vogelweide, 32 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Uber das sogenannte "Palastinalied" Walthers von der Vogelweide existiert ein umfangreiches Korpus an wissenschaftlichen Beitragen. Das dominierende Thema der vergangenen Forschungsdiskussionen war die Frage nach der wahren Anzahl und der Echtheit der insgesamt 12 uberlieferten Strophen. Seit der Arbeit von Volker Schupp aus dem Jahre 1964, die den Aufbau und den Inhalt des "Palastinaliedes" glaubwurdig auf die "Sieben-Siegel-Reihen der Apokalypse" der geistlichen Literatur bzw. auf das Leben und die Passion Jesu zuruckgefuhrt hat, darf dieser Diskurs als beendet angesehen werden. Den Ergebnissen Schupps folgend habe ich fur meine Untersuchung den uberlieferten Gesamtkanon des Liedes auf die Strophen L 14, 38 / L 15, 6 / L 15, 13 / L 15, 20 / L 15, 27 / L 15, 34 / L 16,1 / L 16, 8 und L 16, 29 beschrankt. Mit dem breiten wissenschaftlichen Konsens zur Strophenanzahl bzw. -echtheit haben die Mediavisten das Interesse am "Palastinalied" fast vollig verloren. Ausloser hierfur mogen die fehlenden Kenntnisse zur chronologischen und damit kontextuellen Einordnung des Liedes gewesen sein. Ein gewisses Aufsehen erregte die Entdeckung, dass es sich bei Walthers religiosem Lied um eine metrisch-melodische Kontrafaktur des provenzalischen Minneliedes "Lanquan li jorn son lonc en mai" von Jaufre Rudel handelt. Die Bewertung dieser Feststellung ist jedoch sehr schwierig, weitlaufig und nach der mir vorliegenden Literatur noch nicht vollstandig abgeschlossen. Neben diesen fundamentalen Erkenntnissen existieren verschiedenste Interpretations- und Deutungsversuche des "Palastinaliedes," die thematisch um den religiosen Tenor des Textes kreisen . Christa Ortmann hat