ISBN-13: 9783656154082 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 60 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich VWL - Sonstiges, Note: 1.7, Helmut-Schmidt-Universitat - Universitat der Bundeswehr Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: "Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin, dass man neue Landschaften sucht, sondern dass man mit neuen Augen sieht." Marcel Proust Im Sinne des Zitats von Marcel Proust verwendet die Evolutionsokonomik Methoden der Evolutionsbiologie um okonomische Prozesse zu erklaren. Wegweisend fur die Entwicklung der Evolutionsokonomik war die Arbeit "An Evolutionary Theory of Economic Change" von Richard Nelson und Sidney Winter aus dem Jahre 1982. Nelson und Winter gelang erstmals die formale Darstellung okonomischer Sachverhalte unter Verwendung evolutionsokonomischer Methoden. In Anlehnung an Schumpeters "Prozess der schopferischen Zerstorung" entwickelten Nelson und Winter ein Modell, welches die technische, wirtschaftliche und organisatorische Entwicklung in einem dynamischen Umfeld beschreiben sollte und wie sich im Laufe der Zeit heraus stellte, die erste mikrookonomische Grundlage der Evolutionsokonomie wurde. Bis heute besteht kein Konsens uber die inhaltliche Bedeutung der Evolutionsokonomie.5 Vielmehr sind mannigfaltige methodische Forschungsansatze wie die evolutorische Spieltheorie, die evolutorische Wachstumstheorie6, die evolutorische Innovationstheorie, die Theorie der Netzwerkstrukturen u.v.m. entstanden.7 Ziel dieser Arbeit ist es, anhand des Modells von Nelson und Winter grundlegende Merkmale der Evolutionsokonomik zu erlautern und zu analysieren inwieweit aus heutiger Sicht das Nelson Winter Modell als evolutionsokonomisches Modell aufgefasst werden kann. Anschlieend wird das evolutionsokonomische Paradigma mit dem neoklassischen Paradigma verglichen. Dazu wird in Kapitel 2 das Nelson Winter Modell von 1982 einschlielich einer Modifikation des Modells aus dem Jahre 1984 erlautert. In Kapitel 3 werden die Simulationsergebnisse des Modells vorgestellt. Im Weiteren werden die Grundeleme