ISBN-13: 9783656019220 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 72 str.
ISBN-13: 9783656019220 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 72 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: 1,0, Universitat Hildesheim (Stiftung) (Medien und Theater), Sprache: Deutsch, Abstract: Das deutsche Fernsehen hat in intellektuellen Kreisen einen eher niedrigen Stellenwert. Wenn das Thema uberhaupt noch aufkommt, es scheint haufig schon alles gesagt zu sein, werden die immer gleichen Wutreden gehalten: Das Vor- und Nachmittagsprogramm der privaten Sender werde nur noch mit sinnfreien Dokusoaps gefullt, die offentlichen rechtlichen Sender gaben "unser" Geld nur fur Telenovelas aus und die guten Sachen kamen doch immer nur auf "Arte" oder mitten in der Nacht. Aussagen, die vielleicht nicht wortwortlich belegbar sind, die aber fast jeder aus eigener Erfahrung kennen durfte. Diese Diskussion ist naturlich nicht neu, ihr bekanntestes Beispiel ist wahrscheinlich Adornos "Prolog zum Fernsehen" (1977: 74-75). Nur im Kino oder in der Literatur, so scheint es, sei anspruchsvolle Unterhaltung zu erwarten; nur Filme und Bucher seien nicht nur Vergnugen, sondern auch Kunst, so die kulturpessimistische Betrachtungsweise. Durch das Internet hat sich jedoch die Stellung des Konsumenten von bewegten Bildern zunehmend verandert, denn der Zuschauer hat die Moglichkeit, mundiger zu handeln als je zuvor. Ihm steht eine unzahlbare Menge von Inhalten offen, die er jederzeit abrufen kann, um das Programm nach seinen eigenen Wunschen zusammenstellen, und das, ohne sich an Vorgaben von Fernsehsendern halten zu mussen. Diese scheinen die Entwicklung sogar selbst zu bemerken und bieten den Zuschauern durch Angebote wie Video-on-Demand und Online-Mediatheken ihre Inhalte ebenfalls zeitunabhangig an (vgl. Ji 2008: 7). All dies spricht eigentlich fur einen baldigen Untergang des klassischen Fernsehens. Das Programm ist schlecht und das Format viel zu unflexibel fur eine Generation, die es gewohnt ist, alle Inhalte, sei es Nachrichten, Unterhaltungsangebote oder sogar Werbung, individuell ang