ISBN-13: 9783640627868 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 30 str.
ISBN-13: 9783640627868 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 30 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands, Note: 1,0, Ruhr-Universitat Bochum, Veranstaltung: Die extreme Rechte in der Bundesrepublik Deutschland, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Rechtsextremismus ist im 21. Jahrhundert angekommen. Wurde vor zwanzig Jahren noch ein verhaltnismaig kleiner Kreis an potentiellen Anhangern in der Regel uber zeit- und kostenintensive Mund-zu-Mund-Propaganda, Straenflyer, gezielte Telefonanrufe und personliche Briefpost angesprochen, bietet heute das Internet einen Sammelpunkt fur unzahlige Menschen, die innerhalb kurzester Zeit selbst mit der rechten Szene in Kontakt treten konnen. Die Bandbreite an Moglichkeiten zur Erstellung von Diskussionsplattformen, die Anonymitat und die schwer durchsetzbare umfassende Kontrolle dieses Mediums machen das Internet zum wichtigsten Kommunikationsmittel und Propagandainstrument des Rechtsextremismus uberhaupt. Nach Angaben des Internetportals "jugendschutz.net" wurden 2009 bundesweit circa 1800 Seiten mit rechtsextremistischen Inhalten registriert. Zum Vergleich: Das Bundesamt fur Verfassungsschutz verzeichnete 1996 etwa 32 Seiten, Mitte 2000 waren es bereits 500 Websites. Die allgemeine Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus erfolgte bereits seit 1945 ausgehend von der historischen Erfahrung mit den nationalsozialistischen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Der neue Rechtsextremismus galt jahrelang als aus der Geschichte begrundete "Nachwirkung" der NS-Zeit. Die Verbreitung des Internets Mitte der 1980er Jahre verdeutlichte jedoch das Phanomen eines "Rechtsextremismus ohne Nazis," der besonders auf Kinder und Jugendliche abzielt. Die Wissenschaft beschaftigt sich erst seit wenigen Jahren mit den Besonderheiten rechtsextremer Selbstdarstellung und Propaganda im Internet (z.B. Pfeiffer, Fromm / Kernbach) und sieht sich dabei mit der Tatsache konfrontiert, dass die Themen einerseits immer aggressiver gestaltet und verbreite