ISBN-13: 9783638953283 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 28 str.
ISBN-13: 9783638953283 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Romanistik - Lateinamerik. Sprache, Literatur, Landeskunde, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Humboldt-Universitat zu Berlin (Romanistik), Veranstaltung: Landeskunde Lateinamerikas, 31 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Zu Beginn des 20. Jh. existierten im peruanischen Urwald noch ca. 40 Stamme, die noch nie mit anderen Zivilisierten in Kontakt gekommen sind. Heute sind es nur noch zwei bis drei, die sich alle im Sud-Osten befinden. Wie konnte es dazu kommen? Und was wird zum Schutz der Indigenas unternommen? Das Instituto Linguistico de Verano (ILV), ein sprachwissenschaftliches Institut, setzt sich fur die Erforschung und den Erhalt der Indianersprachen ein, so heit es. Ihr Hauptquartier fur das peruanische Amazonien ist nur eine halbe Autostunde von Pucallpa entfernt. Es befindet sich also exakt im Zentrum des Siedlungsgebietes der Shipibo-Conibo. Dieser Stamm ist schon recht zivilisiert. Laut Prof. Ricardo Cauper Vargas, dem Direktor des Instituto Superior Pedagogico Bilingue in Yarinacocha, sind inzwischen ca. 60% der Shipibo zum christlichen Glauben konvertiert. Ein noch groerer Teil spricht flieend spanisch. Viele kritische Stimmen meinen, hier stunde die Linguistik eindeutig im Dienst der Missionierung und bewirke letztlich das Verschwinden der Indianersprachen und damit auch ganzer Kulturen. Der Indianist Jurgen Riester sagte diesbezuglich bereits den totalen Untergang samtlicher Urwaldindianer-Kulturen im Grenzgebiet von Peru, Bolivien und Brasilien voraus. Die folgende Arbeit befasst sich mit der Situation der peruanischen Urwaldindianer und dem Einfluss, den das ILV auf sie ausubt. Besonders eingegangen wird hierbei auf die Shipibo-Conibo im Ucayali-Gebiet, die sich ja schon im Anpassungsprozess befinden, und wohl auf Grund der Nahe am meisten betroffen sind von den Auswirkungen der Arbeit, die das Institut verrichtet.