ISBN-13: 9783638739627 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 46 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung, Note: 1,0, Universitat Hohenheim (Institut fur Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Die Sozialstruktur der Bundesrepublik Deutschland, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Zuzuglich 2-seitigem Handout, Abstract: Das Thema dieser Arbeit sind die Strukturen der Freizeitbeschaftigungsformen in der Bevolkerung der Bundesrepublik Deutschland. Um sich jedoch wissenschaftlich mit diesem Thema beschaftigen zu konnen, muss zunachst einmal der zu Grunde liegende Begriff der Freizeit geklart und definiert werden. Die Forschungsfragen fur diese Arbeit lauten demgema (1) Was ist Freizeit? (2) Welches System bzw. welche Strukturen von Freizeitbeschaftigungsformen finden sich in der Bevolkerung der BRD? So einfach und gelaufig der Begriff der Freizeit auf den ersten Blick erscheint, so schwierig erweist sich eine Begriffsbestimmung bei einer genaueren Untersuchung der verschiedenen Bedeutungsdimensionen. Fragt man Menschen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen nach ihrer Definition von Freizeit, erhalt man viele unterschiedliche Antworten. Besonders deutlich wird dies am Beispiel des Autofahrens oder Kochens, zwei Beschaftigungen, die von vielen Menschen als notiges Ubel, von anderen wiederum als reines Vergnugen wahrgenommen werden. Zur Beantwortung der zweiten Forschungsfrage eignet sich das Modell der Erlebnisgesellschaft nach Gerhard Schulze. Schulze behandelt in seinem Buch "Die Erlebnisgesellschaft" den Wandel der Knappheitsgesellschaft der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zur Mitte der 80er Jahre und die damit verbundenen Auswirkungen auf Klassen- oder Schichttheorien der Soziologie. Er kommt zu dem Schluss, dass die (west)deutsche Gesellschaft der 80er Jahre am besten als "Erlebnisgesellschaft" beschrieben werden kann. Dieses soziologische Gesellschaftskonzept soll hier dargestellt werden.