ISBN-13: 9783838688374 / Niemiecki / Miękka / 2005 / 88 str.
ISBN-13: 9783838688374 / Niemiecki / Miękka / 2005 / 88 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,6, Uniwersytet im. Adama Mickiewicza w Poznaniu (Moderne Sprachen und Literatur, Filologii Germanskiej), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsangabe: Einleitung: Mir scheint, fur das bessere Verstandnis zwischen Ost- und Westdeutschen ware manches gewonnen, wenn man begreifen wurde, dass Staat und Gesellschaft nicht gleichzusetzen sind. Die DDR war kein monolithischer, sich uber vierzig Jahre gleich bleibender Block. Im Verlauf ihrer Geschichte entwickelte sich immer mehr ein eigenstandiges gesellschaftliches Leben, in dem ich alle Varianten von Verhaltensweisen beobachte von der absoluten Anpassung bis zur absoluten Gegnerschaft. Diese Worte Christa Wolfs aus einem Gesprach anlasslich ihres 70. Geburtstags im Jahre 1999 weisen darauf hin, was dieser Autorin bedeutsam war und warum uns ihre Werke gerade im vereinten Deutschland Einblicke erlauben wie wenige andere. Ihre literarischen Texte bieten ein sehr viel authentischeres Gesellschaftsbild, als expositorische Texte aus der DDR-Zeit zu leisten vermogen, da diese in keiner Weise die Moglichkeit hatten, sich dem ideologischen Erwartungshorizont und der damit verbundenen Zensur zu entziehen. Diese Feststellung lasst unbestritten den Schluss zu, die Autorin Christa Wolf zu den bekanntesten und einer der beliebtesten Schriftstellerin der Nachkriegszeit aufzufuhren. In der DDR war sie nicht nur eine angesehene Schriftstellerin, sondern auch eine der interessantesten und wichtigsten Personlichkeiten im politischen und kulturellen Leben. Sie wurde sehr oft in ihrer Heimat wegen ihrer kritischen Haltung massiv kritisiert; nach der Wende wurde ihr offentlich eine exorbitante Nahe zur Regierung der DDR vorgeworfen. Im Jahre 1989 wurde sie massiv vom westdeutschen Kritiker Marcel Reich-Ranicki angegriffen und von ihm als Staatsdichterin attackiert. Christa Wolf stand damit im Jahre 1990 im Zentrum des so genannten deutsch-deu