ISBN-13: 9783838102337 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 292 str.
Die confessio galt den weltlichen Rechtsgelehrten in der Zeit des fruhen 13. Jahrhunderts als uberragender, weil uberfuhrender Beweis (confessio est regina probationum) und den Lehrern des Kirchenrechts dieser Zeit als erlosende Beichte. Wodurch, aus welchem Grund und vor allem zu welcher Zeit erlangte das Rechtsinstitut der confessio" die von der rechtshistorischen Wissenschaft betonte ausgereifte dogmatische Gestalt und Wirkung, die es im romisch-kanonischen Strafverfahren und Beweisrecht des Ius Commune zu Beginn des 13. Jahrhunderts besass? Eine Antwort auf diese ubergeordnete Fragestellung zu geben, soll die Aufgabe dieses Buches sein. Es stellt anhand eines Gangs durch die rechtliche Dogmengeschichte des romischen, germanisch-deutschen und kirchlichen Buss- und Strafrechts einige Entwicklungsstufen desjenigen Rechtsinstitutes dar und setzt diese in den historischen Kontext, welches heute im Strafprozess als Gestandnis, im Kirchenrecht als Beichte auftritt. Es sucht also den rechtsdogmatischen Grund fur die abendlandische Tradition des Gefuhls hoherer Gewissheit bzgl. der Rechtfertigung einer Verurteilung im Strafprozess bei Vorliegen eines Gestandnisses."