ISBN-13: 9783640310074 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,3, Universitat Rostock (Institut fur Politik- und Verwaltungswissenschaften), Veranstaltung: Klassiker des politischen Denkens 1, Sprache: Deutsch, Abstract: Wer ein stabiles Wertefundament hat, projiziert dies konsequenterweise in seiner Erwartungshaltung auf andere Personen. Gerade Politiker, die im Fokus der Offentlichkeit stehen und die Staatsfuhrung innehaben, sollten in Wertfragen ein Vorbild sein. Als Konsequenz dessen setzt die politische Tatigkeit in gewissem Grad eine philosophische Fundierung voraus, und unter den Klassikern des politischen Denkens gibt es nur wenige, die quasi Zeit ihres Lebens beides in einem personifizierten. Einer von ihnen ist der romische Redner, Staatsmann und Philosoph Marcus Tullius Cicero. Wenn sich sogar ein politisches Magazin nach ihm benennt, muss es in dessen Denken etwas Klassisches geben, was heute noch als Synonym fur vollkommen vorbildliche politische Kultur gelten kann. Aus diesem Grund soll es das Anliegen der Arbeit sein, anhand Ciceros Schriften sein Bild des idealen Staatsmannes darzustellen und aufzuzeigen, welche Werte ein Politiker im Sinne Ciceros unbedingt verkorpern muss, um fur das Wohl des Gemeinwesens sorgen zu konnen. Ein Schwerpunkt liegt daher in der Auseinandersetzung mit dessen staatsphilosophischen Originaltexten "De re publica," "De officiis" und "De legibus," ferner werden aber auch die eher moralphilosophischen Werke "De finibus bonorum et malorum" sowie die "Tusculanae disputatiuones" eine Rolle spielen. Angesichts der historischen Zeitumstande - die Romische Republik befindet sich im Verfallsprozess - stellt sich zunachst jedoch die Frage, inwiefern die Werte und Ideale Ciceros realistisch sind oder ob seine Gedanken nicht eher eine historische Utopie darlegen. Alle einflussreichen Protagonisten Roms verkorpern geradezu das Gegenteil der ci