ISBN-13: 9783638650946 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 64 str.
ISBN-13: 9783638650946 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 64 str.
Zwischenprufungsarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Padagogik - Geschichte der Pad., Note: 1,7, Georg-August-Universitat Gottingen, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Das 19. Jahrhundert wird haufig aufgrund der Reformbestrebungen in den Erziehungswissenschaften als das "Jahrhundert der Padagogik" bezeichnet. Padagogen und Philosophen entwickeln in dieser Zeit ein neues Menschenbild, was gepragt ist von Bildung und Vernunft und einen groen Einfluss auf die zukunftige Entwicklung von Schule und Unterricht haben sollte. Die Bedeutsamkeit des 19. Jahrhunderts und seiner Padagogen und Philosophen ist unbestritten, doch setzt sich in der wissenschaftlichen Forschung immer mehr die Erkenntnis durch, den weiblichen Teil der Bildungsgeschichte vernachlassigt zu haben. So gelten teilweise padagogische Konzepte als fur alle Kinder zutreffend und werden als solche weitergegeben, doch wird bei genauer Betrachtung deutlich, dass sich diese Theorien nur auf Jungen beziehen. Der Trend geht wohl eindeutig in die Richtung eines Ausgleichs dieses Forschungsdefizits, und neue Erkenntnisse durfen mit Spannung erwartet werden. In der vorliegenden Arbeit soll auch ein geschlechtsspezifisches Thema untersucht werden: die Bildung der sogenannten "hoheren Tochter" zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Bildungsentwurfe, die im 19. Jahrhundert entwickelt werden, eine Modernisierung darstellen oder ob sie nicht eher bestehende Strukturen (insbesondere die Geschlechterordnung) festigen. Zu diesem Zweck werde ich zunachst einen allgemeinen Uberblick uber die damalig bestehenden Zustande in den Bereichen Politik, Familie und Schule geben. Da sich diese Arbeit ausschlielich auf den Bereich der burgerlichen Bildung bezieht, wird der Versuch einer Begriffsdefinition vorangestellt, um so die beschriebene Personengruppe einzugrenzen. Es folgen zeitgenossische Bildungskonzepte und Weiblichkeitsentwurfe verschiedener