ISBN-13: 9783656061779 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 60 str.
ISBN-13: 9783656061779 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 60 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Padagogik - Padagogische Soziologie, Note: 1,3, Johannes Gutenberg-Universitat Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: Um die der Arbeit zu Grunde liegende Fragestellung, die der Titel aufwirft, beantworten zu konnen, sollen zunachst der fur die Fragestellung relevante Teil seiner Theorie (Kap. 2), vor Allem aber die Ursachen, die Pierre Bourdieu fur die Chancenungleichheit nennt, dargestellt werden - denn nach Bourdieu folgt die Selektion im Schulsystem einer inneren Logik, die die Schuler der unteren Klassen benachteiligt. Dazu findet zunachst eine Einfuhrung in die Soziologie Pierre Bourdieus uber grundlegende Begriffe wie Habitus, Kapital, Feld und Klasse statt (2.1). Darauf folgend kann dann die Funktionsweise der kulturellen Reproduktion erlautert werden (2.2, 2.3) und beschrieben werden, wie Bourdieu in diesem Zusammenhang den Begriff Chancenungleichheit versteht (2.4). Den Ungleichheit reproduzierenden Mechanismen des Schulsystems kann nach Bourdieu nur durch eine Rationale Padagogik entgegengewirkt werden (2.5), diese Mittel und Wege, die aus der Chancenungleichheit herausfuhren, sollen anschlieend aufgezeigt werden (2.6). Hierzu werden auch die vom College de France entwickelten Vorschlage fur ein Bildungswesen der Zukunft miteinbezogen, an denen Bourdieu mageblich mitwirkte. Um zu uberprufen, ob Bourdieus Theorie einen plausiblen Erklarungsansatz bieten kann, werden im zweiten Teil aktuelle Ergebnisse der Empirie hinzugezogen (Kap. 3): Die PISA-Studie 2009 untersuchte die Abhangigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft. Hierbei ergaben sich unterschiedlich starke Zusammenhange, d.h. in jedem Schulsystem hat die soziale Herkunft eines Schulers einen anderen Einflussgrad auf den Schulerfolg. Wenn nun Bourdieu die Grunde fur ungleiche Bildungschancen korrekt erfasst hat, mussen sich die Lander in diesen Punkten voneinander unterscheiden. Exemplarisch werden die Lander Finnland und Deutschland untersuc