ISBN-13: 9783656063308 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universit t Frankfurt am Main, Sprache: Deutsch, Abstract: Solange ich Reichskanzler bin, treiben wir keine Kolonialpolitik," erkl rte Otto von Bismarck 1881. Bismarcks Gr nde sich vorerst vehement gegen eine deutsche Kolonialpolitik zu entscheiden sind recht eindeutig. Die Lage des Deutschen Reiches in Europa verbot eine Provokation neuer Konfliktfelder und auch der konomische Zweck staatlicher Kolonien erschloss sich dem Reichskanzler nicht. Die Frage nach der Kehrtwende von 1884/85, die den entscheidenden Startschuss staatlichen Kolonialengagements bildete, ist nach wie vor Gegenstand eines ungel sten R tsels. Trotz Saturiertheitserkl rung und mehrfach betonter ablehnender Haltung gegen ber einem Kolonialerwerb setzte Bismarck seine Grund berzeugung- scheinbar- vor bergehend au er Kraft. Worin liegen die politische Kehrtwende und der bergang zu einer staatlichen Kolonialpolitik begr ndet? Vor allem au enpolitische berlegungen und Konsequenzen dieser Entscheidung sollen Gegenstand dieser Arbeit sein, aber auch die untrennbare Verkn pfung zwischen Bismarcks Au en- und Innenpolitik. Bisherige historiographische Erkl rungsmodelle, unter besonderer Fokussierung der Kronprinzenthese, sollen dargestellt und einer kritischen Analyse unterzogen werden. Zuvor jedoch soll auch Bismarcks Kolonialskepsis nicht unbeachtet bleiben und m gliche Ursachen herausgearbeitet werden weswegen sich der Reichskanzler trotz der st ndig wachsenden Kolonialbegeisterung im Reich gegen den Erwerb formeller Kolonien bis etwa 1883 so vehement gestr ubt hatte.