ISBN-13: 9786209582813 / Niemiecki / Miękka / 2026 / 88 str.
Die Wirkung von Östriol, dem dritten Östrogen, wurde auf seine Wirkung auf das Pentylentetrazol (PTZ)-Kindling-Modell der Epileptogenese bei Mäusen untersucht, gefolgt von einer Bewertung der durch Kindling verursachten Veränderungen der kognitiven und motorischen Funktionen. Das Anzünden wurde durch einmal alle 2 Tage erfolgende Behandlung mit PTZ (25 mg/kg, i.p.) über 5 Wochen induziert. Die Anfallsschwere während der Einleitung des Anzündens und die prozentuale Inzidenz der Tiere, die am Ende der 5 Wochen angezündet wurden, wurden aufgezeichnet. Die motorische Funktion wurde mit einem Griffstärkemessgerät beurteilt, während das räumliche Gedächtnis in einem Kreuzlabyrinth beurteilt wurde. Östriol (0,005 und 0,01 mg/kg i.p.) verkürzte bei männlichen und weiblichen Mäusen die Zeit bis zur Einleitung der Anzündung von 5 Wochen auf 3 bzw. 2 Wochen und erhöhte die prozentuale Inzidenz von Anfällen. Clomifen (0,9 mg/kg i.p.) verzögerte die Entwicklung von Entzündungen und erzeugte eine krampflösende Wirkung. Es kehrte auch teilweise die prokonvulsive Wirkung von Östriol um. Beim Griffstärketest und beim spontanen Wechselverhalten wurde bei entzündeten Mäusen ein deutlicher Rückgang beobachtet, der durch eine Vorbehandlung mit Östriol noch weiter reduziert wurde.