ISBN-13: 9783640886982 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 146 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich BWL - Unternehmensforschung, Operations Research, Note: 1,1, Hochschule fur Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: "Keine Groe scheint bei der Bewertung von Unternehmen in der Praxis so umstritten zu sein wie der Kalkulationszinsfu." Schon eine geringe Verminderung bzw. Erhohung fuhrt zu einer erheblichen Steigerung bzw. Reduzierung des Unternehmenswertes. Es mag daher nicht uberraschen, dass bei einer umfangreichen Erhebung zur Unternehmensbewertung unter deutschen Unternehmen im Jahre 2006 nahezu 50% der Befragten angaben, dass die Hohe des Kapitalisierungszinssatzes "haufig" oder "sehr haufig" zu Meinungsverschiedenheiten fuhre. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Bestimmung des Kapitalisierungszinssatzes fur Zwecke der Unternehmensbewertung. Dieses Problemfeld kann auf eine lange Geschichte zuruckblicken: So behauptet etwa Gelhausen im Jahre 1948, dass "die Frage nach dem Kapitalisierungszinsfu ...] theoretisch als durchaus gelost angesehen werden" kann, wohingegen Kolbe 1959 urteilt: "Es hat den Anschein, als ob sich das Problem des Kapitalisierungszinsfues jeder Losungsmoglichkeit entzoge." Zwischen diesen beiden diametralen Ansichten bewegen sich bis heute die zahlreichen Meinungen aus der Wissenschaft und Bewertungspraxis ohne zu einer abschlieenden bzw. allgemein akzeptierten Losung zu gelangen. Der heutige Erkenntnisstand kann in groben Zugen wie folgt umschrieben werden: Als wesentliche Komponenten des Kapitalisierungszinssatzes werden in der Literatur und der Bewertungspraxis im Allgemeinen der Basiszinssatz im Sinne des risikolosen Zinses und die Risikopramie genannt. Als weitere Komponente hat sich in der betriebswirtschaftlichen Theorie die Berucksichtigung personlicher Steuern des Bewertungssubjekts im Kapitalisierungszinssatz weitgehend durchgesetzt. Als vierte und letzte Komponente wird haufig der Wachstumsabschlag aufgefuhrt. Im Rahmen dieser