ISBN-13: 9783565211838 / Niemiecki / Miękka / 244 str.
Die wissenschaftliche Revolution der Renaissance war kein plötzlicher Durchbruch einzelner Genies - sie entstand aus jahrzehntelanger Arbeit von Astronomen, Anatomen, Mathematikern, Handwerkern und Druckern, die gemeinsam tradierte Gewissheiten in Frage stellten. Dieser Band verfolgt, wie Teleskope den Himmel neu ordneten, anatomische Sektionen den menschlichen Körper entschlüsselten und mathematische Modelle die Natur beschreibbar machten. Auf Grundlage von Briefwechseln, Labornotizen, Werkstattdokumenten und Druckschriften wird sichtbar, wie wissenschaftliche Netzwerke entstanden, wie Wissen zirkulierte und wie kirchliche Autorität mit neuen Erkenntnissen kollidierte. Die Perspektive richtet sich auf jene, die Experimente wagten, Instrumente bauten und Ergebnisse publizierten - oft unter Risiko. Ein Einblick in eine Epoche, in der Beobachtung wichtiger wurde als Tradition und empirische Beweise die Grundlage modernen Denkens legten.
Als Galilei durchs Teleskop blickte, sah er nicht nur Jupitermonde - er sah den Zusammenbruch eines jahrhundertealten Weltbildes, das auf Autorität statt Beobachtung beruhte.