ISBN-13: 9783656448143 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 96 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich VWL - Arbeitsmarktokonomik, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universitat Frankfurt am Main (Institut fur Volkswirtschaftslehre, insb. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens, obwohl keineswegs neu, wurde bislang von Wirtschaftswissenschaftlern kaum untersucht. Haufig beschrankt sich die finanzwissenschaftliche Debatte auf die zu erwartenden Kosten seiner Einfuhrung und deren Deckung. In dieser Arbeit steht jedoch eine andere Frage im Vordergrund, die in Populardiskussionen mit wissenschaftlich nicht fundierten Wunsch- oder Angstvorstellungen beantwortet wird: Wie wirkt sich die Einfuhrung eines bedingungslosen Grundeinkommens (nach Definition des Basic Income Earth Network, BIEN) auf die Hohe der Lohne aus? Bei der Abgrenzung zu anderen Formen der Mindestsicherung wird insbesondere auf die negative Einkommensteuer eingegangen, da diese von vielen Okonomen -falschlicherweise- mit dem hier untersuchten Vorschlag gleichgesetzt wird. Die Beantwortung der eigentlichen Fragestellung erfolgt nun durch die Modifikation verschiedener Modelle der Lohnbildung. Die Verwendung mehrerer Modelle ist notwenig, da in diesem Feld keine einheitlich anerkannte Theorie existiert. Die verwendeten Modelle lassen sich in drei Gruppen unterteilen: neoklassische, gewerkschaftstheoretische und Effizienzlohnmodelle. Die Analyse ergibt, dass die zu erwartenden Wirkungen im Wesentlichen vom zu Grunde liegenden Lohnbildungsmodell abhangen. Bezuglich der Wirkungsrichtung finden sich dabei bemerkenswerte Gemeinsamkeiten innerhalb der Gruppen. Die Arbeit kommt daher zu dem Schluss, dass eine Vorhersage der Lohnauswirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens nur moglich ist, wenn der Lohnbildungsmechanismus im betrachteten Arbeitsmarkt genauer spezifiziert wird. Fur die eingangs erwahnten Populardiskussionen durfte hierbei der grobe Bezug auf eine der Theoriegruppen genugen. Wei