ISBN-13: 9783656279358 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 2,0, Universitat zu Koln (Historisches Institut), Veranstaltung: Stadte im Spatmittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff Alltag bezeichnet -die Lebenswelt, in der sich Menschen taglich in Aktionen und Interaktionen mit der Wirklichkeit auseinandersetzen, um in ihr zu leben und sie ihren Bedurfnissen anzupassen-. Das wissenschaftliche Interesse am historischen Alltag ist ein solches an vergangenen -Wertorientierungen und Verhaltensweisen, an Erfahrungen der Arbeitswelt, an taglichen Auseinandersetzungen mit einer vorgegebenen Lebenswelt, Geselligkeit und Bewaltigung der konkreten Wirklichkeit sowie kulturellen Tatigkeiten-. In diesem Zusammenhang ist ein kurzer Blick auf den Freiheitsbegriff grundlegend. Dieser unterscheidet sich im Mittelalter als solcher stark von unserer heutigen Freiheitsvorstellung. Zum einen war eine Religions- oder etwa eine Meinungsfreiheit nicht denkbar. Die Bibel und die Gebote der geistlichen Obrigkeit galten als unantastbar und bestimmten das Handeln und Denken eines jeden Burgers. Daruberhinaus war eine groe Abhangigkeit der Burger vom Stadtherrn nicht von der Hand zu weisen. Dieser hatte die Kontrolle uber alle wichtigen Amter einer Stadt und die Burger waren ihm gegenuber zu Abgaben und Dienstleistungen verpflichtet. Allerdings bestanden wichtige Unterschiede zwischen dem Burger und dem so genannten -servi-, dem Horigen, der in sklavenahnlichen Verhaltnissen seinem Herren unterstand und nicht uber Eigentum verfugen durfte. In den mittelalterlichen Stadten unterschied man zwei Formen von Freihen. Der -ingenuus- war von von Geburt frei, wogegen der -liberi- erst durch Flucht vor dem Herren in die Stadt (-1 Jahr und 1 Tag-) oder Entlassung in den Status der Freihen aufgestieg. Der Status war generell vererbbar und ein Abstieg, beispielsweise durch Selbstverknechtung zur Schuldentilgung, war ebenso moglich. Zu de