ISBN-13: 9783838123721 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 116 str.
Gegenstand der Untersuchung sind 150 Adoptionsakten aus dem Zeitraum 1947-1987, die umfangreiche Informationen enthalten und hinsichtlich verschiedener Merkmale untersucht wurden. Die Auswertung ergibt, dass sich die Grunde fur die Freigabe der Adoptivkinder im untersuchten Zeitraum verandert haben. Wahrend Mutter der unmittelbaren Nachkriegszeit ihre Kinder aufgrund der Unehelichkeit ihrer Verbindung zum Kindsvater zur Adoption freigeben, spielen in den Jahren ab 1977 eine Uberforderung mit der Kindererziehung und erstmals eine fehlende Bindung zum Kind eine Rolle als Freigabegrunde. Auch die Wunsche der Adoptiveltern an ihr Adoptivkind verandern sich im Laufe des untersuchten Zeitrahmens grundlegend. In der unmittelbaren Nachkriegszeit dominiert der Wunsch, kein Mischlingskind" zu adoptieren. Hingegen werden in den Jahren zwischen 1967-1977 haufig, zuweilen demonstrativ, Adoptivkinder gewunscht, die aus anderen Kulturen stammen. Eine genauere Betrachtung der Adoptivkinder ergibt, dass positive und negative Berichte uber ihre Entwicklung und uber ihr Verhalten etwa in gleichem Masse vorhanden sind
Gegenstand der Untersuchung sind 150 Adoptionsakten aus dem Zeitraum 1947-1987, die umfangreiche Informationen enthalten und hinsichtlich verschiedener Merkmale untersucht wurden. Die Auswertung ergibt, dass sich die Gründe für die Freigabe der Adoptivkinder im untersuchten Zeitraum verändert haben. Während Mütter der unmittelbaren Nachkriegszeit ihre Kinder aufgrund der Unehelichkeit ihrer Verbindung zum Kindsvater zur Adoption freigeben, spielen in den Jahren ab 1977 eine Überforderung mit der Kindererziehung und erstmals eine fehlende Bindung zum Kind eine Rolle als Freigabegründe. Auch die Wünsche der Adoptiveltern an ihr Adoptivkind verändern sich im Laufe des untersuchten Zeitrahmens grundlegend. In der unmittelbaren Nachkriegszeit dominiert der Wunsch, kein „Mischlingskind" zu adoptieren. Hingegen werden in den Jahren zwischen 1967-1977 häufig, zuweilen demonstrativ, Adoptivkinder gewünscht, die aus anderen Kulturen stammen. Eine genauere Betrachtung der Adoptivkinder ergibt, dass positive und negative Berichte über ihre Entwicklung und über ihr Verhalten etwa in gleichem Maße vorhanden sind.