ISBN-13: 9783656490128 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 26 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Klassische Philologie - Grazistik - Literatur, Note: 1,0, Otto-Friedrich-Universitat Bamberg (Klassische Philologie - Grazistik), Veranstaltung: Lukian, Gotter- und Totengesprache, Sprache: Deutsch, Abstract: Πηλεὺς μὲν ᾧ παιδὶ γέρων ἐπέτελλ' Ἀχιλῆι αἰὲν ἀριστεύειν καὶ ὑπείροχον ἔμμεναι ἄλλων- So heit es sehr luzide im elften Buch von Homers Odyssee. Wenigstens diesen gutgemeinten Rat seines Vaters Peleus hat sich Achilles zweifellos zu Herzen genommen. Sobald er die Buhne der Geschichte betreten hat, strebt Achill unablassig einzig und allein nach κλέος ἄφθιτον - unverganglichen Ruhm. Jedoch ist κλέος aufgrund seiner weiten Bandbreite an unterschiedlichen Bedeutungen und Nuancen, ein auerst schillernder Begriff, den wir in archaischen Kategorien denken mussen. In nuce bedeutet das also: κλέος ist der Wegbereiter fur die Unsterblichkeit. Dennoch trifft dem Mythos zu Folge Odysseus in der Unterwelt auf einen Achilles, der ganz anders uber das τεθνηκέναι spricht als noch zuvor in der Ilias. Das Dasein im Tartaros wird auf dem ersten Blick sehr duster und freudlos dargestellt und fuhle sich auerst belastend fur Achilles an. Dieser Standpunkt suggeriert den Eindruck, als habe Achilles es bereut, sein ganzes Leben nach dem κλέος ausgerichtet zu haben. Mussen wir also resumieren, dass Achilles im Tod seine Tapferkeit, Todesverachtung, aber auch seine Neigung zur ὓβρις, die ihn im Leben so dezidiert gepragt haben, letztendlich verloren hat? Dieses hochst negative Statement von Achilles uber den Tod und die Existenz in der Unterwelt wird bei Lukian von Samosa im 15. Totengesprach in einem Dialog zwischen Achilles und Antilochos verarbeitet. Dieses Totengesprach soll zusammen mit der intertextuell zugrundeliegenden Textpassage im 11. Buch der Odyssee in vorliegender Seminararbeit im Zentrum des Interesses stehen.