ISBN-13: 9783486567632 / Niemiecki / Twarda / 2004 / 574 str.
ISBN-13: 9783486567632 / Niemiecki / Twarda / 2004 / 574 str.
Die burgerliche Privatsphare wurde erstmals in London zum Massenphanomen. Indem Heyl auf originelle Weise kulturhistorische und literaturwissenschaftliche Methoden kombiniert, gelingt es ihm, ein breites Spektrum bislang unerschlossener Quellen zum Sprechen zu bringen. Dabei wird deutlich, dass das Aufkommen der Privatsphare ab der Wende zum 18. Jahrhundert einen geradezu revolutionaren Einfluss auf Alltagsleben, Mentalitaten und Geschlechterrollen, ebenso aber auch auf Literatur und Kunst ausubte. Gleichzeitig ging man daran, die Stadt und ihre Hauser und Wohnungen umzugestalten, Raume abzugrenzen, Hierarchien zu schaffen - ein Prozess, der sich in Abhangigkeit von den neuartigen, um "privacy" kreisenden Verhaltens- und Denkmustern vollzog. Heyl zeigt, wie sich mit der Dichotomie von privatem und offentlichem Raum zugleich in London der Prototyp modernen europaischen Grossstadtlebens ausformte. Christoph Heyl, geboren 1965, ist Hochschulassistent am Institut fur England- und Amerikastudien der Universitat Frankfurt a. M."
"Die faszinierende und vielschichtige Studie von Christoph Heyl richtet ihren differenzierten, unterschiedliche Quellengattungen berücksichtigenden Blick auf das Phänomen der bürgerlichen Wohnkultur." Martin Scheutz in: sehepunkte 3/2005 "Die Arbeit Heyls ist belesen und lebt von der detailreichen Darstellung und eingehenden Analyse der er-schlossenen Quellen, die einer umfangreichen 50seitigen Quellenkritik unterzogen werden. Transparent und leicht nachvollziehbar ist das methodische Vorgehen." Stephanie Bietz in: H-Soz-u-Kult, November 2004