ISBN-13: 9783842872530 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 112 str.
ISBN-13: 9783842872530 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 112 str.
Obwohl Wolters schon 1907 die erste Ubersichtsarbeit zur Trichotillomanie in Deutschland veroffentlichte, wurde dieses Storungsbild in den Folgejahren kaum beachtet. Arbeiten aus den 50er bis 70er Jahren stammen vornehmlich aus dem Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Erklarungsansatze waren und sind teilweise sehr unterschiedlich und reichen von psychoanalytischer Ursachenbegrundung uber zwanghaftes Handeln, schlechter Angewohnheit, narzisstischer Regulation und neurobiologischer Ursachenforschung. Nachfolgende Arbeiten der 90er Jahre beschaftigten sich uberwiegend mit der Atiologie, Phanomenologie und Komorbiditat der Trichotillomanie. Besonderen Bezug scheint das Krankheitsbild zu den Zwangsstorungen aufzuweisen. Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede zwischen beiden Storungen bzgl. Epidemiologie, Neurobiologie und Pharmakologie wurden untersucht. Heutige Diskussionen um das Storungsbild der Trichotillomanie stehen in Zusammenhang mit der Neuklassifizierung verschiedener psychiatrischer Storungen in das Modell der Zwangsspektrumsstorungen (Obsessive-Compulsive-Spectrum Disorders). Moglicherweise handelte es sich dann eher um eine 'Zwangsspektrumsstorung mit erhohten impulsiven Anteilen'. Vorliegende Studie mochte einen Beitrag zur Klarung leisten.