ISBN-13: 9783668006713 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 28 str.
ISBN-13: 9783668006713 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Ratgeber - Schule, Bildung, Padagogik, Note: 1,0, Georg-August-Universitat Gottingen, Sprache: Deutsch, Abstract: "Unterricht verlauft systematisch und geplant, d. h. in methodisch strukturierter Weise, durch die ein bestimmtes Ziel erreicht werden soll." (Rabenstein 2010, S. 25). Diese Zielerreichung ist einer Kontrolle unterzogen, welche sich zum Beispiel in Form einer mit Ziffernoten bewerteten Leistungskontrolle der Schulerinnen und Schuler (SuS) niederschlagt. Jene Notenvergabe soll neben anderen zu erfullenden Kriterien vor allem objektiv verlaufen. Dennoch wird sie im Unterricht immer wieder "verhandelt." Dabei wird die jeweilige Note fur die einzelnen SuS subjektiv bedeutsam "gemacht." Die Erklarungen sollen die erteilte Note zu der Person, die sie erhalt, in Verhaltnis setzen (Vgl. Zaborowski et al. 2012, S. 172). Eine Zwei ist eben keinesfalls nur eine Zwei, sondern etwa fur eine Schulerin oder einen Schuler eine ganz tolle Leistung, wahrend sie fur eine/n andere/n eine kleine Enttauschung darstellt. Zaborowski zufolge kommt die schulische Praxis gar nicht umhin, Noten zu relativieren, und damit zu subjektivieren, sonst konne sie einigen SuS niemals Erfolge vermitteln und andere aufgrund permanenten Erfolges kaum noch motivieren (ebd.). Letztlich ist diese Subjektivierung von Zensuren auch notwendig, um diese als objektive Konstruktionen zu stabilisieren und so ihre Legitimitat zu sichern (ebd.). Subjektivierung stellt jedoch nur eine mogliche Strategie dar, die jeweilige Note zu legitimieren. Im Schulalltag finden sich zahlreiche weitere Strategien, um Noten und nicht zuletzt die Notenvergabe selbst fur legitim zu erklaren. Aus der Distanz betrachtet, scheint diesen Legitimierungsversuchen eine gewisse Eigenlogik innezuwohnen.