ISBN-13: 9783656626909 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 28 str.
ISBN-13: 9783656626909 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte - Asien, Note: 1,3, Universitat Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Reiseberichte zahlen sicherlich mit zu den interessantesten, jedoch auch mitunter problematischen, Quellen des Mittelalters. Reisen in weit entfernte Lander oder gar zu anderen Kontinente war lediglich einem kleinen, erlesenen Personenkreis der europaischen Bevolkerung vorbehalten. Entsprechend groen Anklang fanden die Berichte derjenigen, die von fernen Lander und Kulturen aus eigenen Erfahrungen berichten konnten. Sie waren nicht nur beim einfachen Volk beliebt, das niemals selbst auch nur ahnlich exotisches wie die Kusten Asiens oder Afrikas mit eigenen Augen gesehen hatte, oder jemals sehen wurde. Auch in den europaischen Herrscherhausern waren Fernreisende und ihre Berichte gern gesehene Gaste. Neben der bloen Unterhaltungsfunktion, die diese Erzahlungen erfullten, spielten jedoch auch wirtschaftliche und spater auch kolonial-politische Interessen eine Rolle. (...) Zu dieser Gruppe ist sicherlich auch Ludovico de Varthema zu zahlen, dessen "Reisen im Orient" eine der beiden im Folgenden naher zu untersuchenden Reiseberichtsquellen aus dem fruhen 16. Jahrhundert darstellt. Wie Folker Reichert in seinem Vorwort der von ihm angefertigten Ubersetzung aus dem Jahr 1996 bereits erlautert, gibt es zahlreiche (...) Die zweite Quellengrundlage stellt ein Reisebericht des portugiesischen Apothekers Tome Pires dar, welcher seine Erlebnisse und Eindrucke, die er wahrend seines Aufenthaltes von 1512-1515 entlang der Malabarkuste bis hin zu den sudostasiatischen Inseln gesammelt hatte, beschreibt. (...) Insbesondere die stark wirtschaftlich gepragten Interessen der Portugiesen konnten zu Bundnissen mit den hinduistischen Herrschern gefuhrt haben, die ebenso darauf bedacht gewesen sein durften, die Vormachtstellung der muslimischen Handler im sudasiatischen Raum zu brechen. Doch auch Interessenkonflikte mit den vermeintlichen Bundnispartnern