ISBN-13: 9783656477273 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 76 str.
ISBN-13: 9783656477273 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 76 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 1,0, Technische Universitat Berlin (Institut fur allgemeine Soziologie/Theorien moderner Gesellschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Untersuchung vergleicht Totendarstellungen in gerichtsmedizinischen Kontexten der Kriminalreihe Tatort mit thematisch ahnlichen Darstellungen amerikanischer Kriminalserien. Die zur Analyse deutscher sowie amerikanischer Serien herangezogene Methode ist die der struktural-hermeneutischen Symbolanalyse nach Muller-Doohm. Die Analyse hat gezeigt, dass es neue Formen der visuellen Kodierung von Leichen im Tatort gibt, die einem neuen Abbildungsmodell zugeordnet werden konnen. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass es hybride Darstellungen erzeugt. In Darstellungen, die diesem Typus entsprechen werden typische Darstellungsweisen deutscher und amerikanischer Abbildungsmodelle kombiniert. Die dadurch hybridisierte Darstellung ist jedoch immer als einem deutschen Entstehungskontext zugehorig zu identifizieren, da sie asthetische Elemente der Inszenierung enthalt, die in amerikanischen Darstellungen nicht vorkommen wurden. Es wird die Ansicht vertreten, dass die neuen Leichendarstellungen sowohl deutscher wie amerikanischer Produktion, als Ausdruck einer wachsenden Popularisierung des Todes innerhalb der Gesellschaften gedeutet werden konnen. Diese sich zumindest im westlichen Kulturraum ausbreitende Popularisierungstendenz wird jedoch jeweils lokal vollzogen und dabei nationalspezifisch uberformt.