ISBN-13: 9783656402848 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 140 str.
Examensarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 1,0, Universitat Trier (Fachbereich III, Mittelalterliche Geschichte), Veranstaltung: Staatsexamen, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Briefwechsel Hildebrand Veckinchusens wurde von Wilhelm Stieda im Stadt-archiv Reval "unter einer dicken Schicht Pfeffer" gefunden, abgeschrieben und 1921 beim Hirzel-Verlag in Leipzig ediert. Darin sind u. a. Themen angesprochen, die mit Hildebrand Veckinchusens beruflicher Tatigkeit, seiner finanziellen Krise und seinem Ruin als Kaufmann und Personlichkeit in Zusammenhang stehen. Einer seiner Handelspartner und guter Freund, Tideman Brekelvelde, klagt in seinem Brief vom 10. Juli 1421: "Gode enbarmet, dat et mit ju so komen is." Tideman bezeichnet in dem gleichen Brief Hildebrand als einen "vorvluchtig man." Hildebrand Veckinchusen steht zu diesem Zeitpunkt kurz vor seiner Verhaftung im Brugger Stein, dem Schuldturm in Brugge. Aufgrund seiner prekaren Uberschuldung befindet er sich auf der Flucht vor seinen Glaubigern. Tideman Brekelvelde ist bevollmachtigt, sich um seine Angelegenheit in Lubeck zu kummern. Es stellt sich die Frage, wie dieser angesehene, reiche Kaufmann in eine derartig prekare Krise gerat, die seinen Ruin bedeutet. Wieso kann es zu dem ruinosen Desaster kommen? Welche personlichen, beruflichen, okonomischen und politischen Umstande tragen dazu bei? Wie auern sich Hildebrand Veckinchusen, seine Familienmitglieder, Freunde und Geschaftspartner wahrend seiner Zeit im Brugger Stein? Wie entwickeln sich seine Beziehungen und Netzwerke in dieser Zeit? Sind einzelne Krisenphasen nachvollziehbar, die sich verscharfen und den Ruin erklaren? Diese Fragen werden Kern dieser wissenschaftlichen Untersuchung sein. Der Fokus soll dabei auf der Person Hildebrand Veckinchusens und seiner Familie liegen.