ISBN-13: 9783656358695 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 172 str.
ISBN-13: 9783656358695 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 172 str.
Masterarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,0, Universitat Osnabruck (Institut fur Musikwissenschaft und Musikpadagogik), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Erste Weltkrieg gehort zu den einschneidensten Ereignissen der deutschen und der europaischen Geschichte, er gilt als der erste, totale' Krieg und stellt zweifelsohne einen Wendepunkt in der Geschichte medialer Kriegsfuhrung und propagandistischer Beeinflussung dar. Neben einer "wahre n] Flut von literarischen Reflexionen" - als Reaktion auf den Krieg von Schriftstellern und anderen Intellektuellen hervorgebracht - veranderte sich mehr oder weniger schlagartig auch der Umgang mit Musik in Konzert und journalistischer Betrachtung. Mit Ausnahme der Popularmusik-Forschung zahlt der Erste Weltkrieg in der Musikwissenschaft jedoch immer noch - besonders im Vergleich zum, Dritten Reich' und zum Zweiten Weltkrieg - zu den wenig erforschten Gebieten. Dies ist insbesondere angesichts der Erkenntnisse uber die Formen und Mittel der Propaganda im ausgehenden Kaiserreich erstaunlich, gehort doch aus heutiger Sicht gerade die Musik zweifelsohne zu den einfachsten Moglichkeiten medialer Beeinflussung. Die vorliegende Arbeit soll einen kleinen Beitrag zur Aufarbeitung dieser musikwissenschaftlichen, Lucke' leisten. Neben einer moglichst genauen Beschreibung des deutschen Musiklebens von 1914 bis 1918, seines Umfanges, des Konzert-, und Opernrepertoires sowie eventueller Unterschiede zu der unmittelbar vorangegangenen Zeit soll anhand einer Vielzahl von Artikeln aus der musikalischen Fachpresse untersucht werden, in welchem Umfang und mit welchen Zielsetzungen sich die zeitgenossischen Intellektuellen theoretisch mit der Funktionalisierung, Politisierung und Instrumentalisierung von Musik befasst haben. Eine grobe Einordnung dieser Funktionalisierung der Musik wahrend des Ersten Weltkriegs in die Geschichte der Musikinstrumentalisierung im 20. Jahrhundert soll abschlieend vorgenommen werden und kann