ISBN-13: 9783640438105 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 64 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 1,0, Universitat Duisburg-Essen, Veranstaltung: Hauptseminar: Die Auflosung des Karolingerreiches, Dozent: Prof. Uwe Ludwig, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Frage nach dem Anfang kommt im geschichtswissenschaftlichen Diskurs stets eine besondere Rolle zu. Insbesondere die deutsche Geschichte hat eine bemerkenswerte Brandbreite "virtueller Anfangspunkte" zu bieten. Von popularwissenschaftlichen Konstruktionen wie der Varusschlacht des neunten Jahres n. Chr. reicht das diesbezugliche Spektrum uber kulturelle Ansatzpunkte, wie dem modernen Nationalbewusstsein von Romantik und Franzosischer Revolution, bis zur Reichsgrundung vom 18. Januar 1871. Auch eine Reihe von mittelalterlichen Ereignissen bieten sich als Beginn deutscher Geschichte an. Klassischerweise galt die Thronerhebung Heinrichs I. im Jahre 919 als "Grundung des Deutschen Reiches," nicht zuletzt weil im konkurrierenden Gegenkonigtum des Baiernherzogs Arnulf womoglich erstmals der Begriff regnum teutonicum auftaucht. Doch auch das Reich Heinrichs ist nicht ohne Vorgeschichte. In chronologischer Ruckwartsbewegung kommt man von ihm uber das Jahr 911 mit der Wahl des ersten Nicht-Karolingers Konrads I. zum ostfrankischen Konig zu der Frage, wie denn dieses Gebilde, das zunachst ohne Karolinger, wenig spater mit Sachsen an der Spitze regiert wurde und einst tatsachlich ein Reich "deutscher Nation" werden sollte, entstanden ist. Unstrittig ist, dass es sich hier um Teilungsobjekt des regnum francorum handelt und auch, dass diese Teilung durch einen Vertrag zwischen verschiedenen karolingischen Thronanwartern im Jahre 843 in Verdun eingeleitet wurde. Ob dessen Teilungsmodalitaten jedoch dem Zufall entsprangen oder wenn nicht, warum so und nicht anders aufgeteilt wurde, ist Gegenstand historischer Kontroverse. ...]