ISBN-13: 9783640111732 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 128 str.
Exzerpt aus dem Jahr 1996 im Fachbereich Archaologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Bronzezeit vor mehr als 2000 bis 800 v. Chr. gilt als die erste und langere der Metallzeiten in Europa. In dieser Zeit wurden Werkzeuge, Waffen und Schmuck aus Bronze hergestellt. In einigen Gebieten hatte die Bronzezeit eine andere Zeitdauer. So begann sie in Suddeutschland schon vor etwa 2300 v. Chr. und endete um 800 v. Chr. In Norddeutschland dagegen wahrte sie von etwa 1600 bis 500 v. Chr. Zu den in Deutschland verbreiteten Kulturen der Bronzezeit gehort die Urnenfelder-Kultur vor etwa 1300/1200 bis 800 v. Chr. Sie gilt in Europa als eine der wichtigsten Kulturen der Spatbronzezeit und vermochte sich vom nordlichen Balkan uber die Donaulander bis zur Oberrheinregion auszubreiten. In Deutschland war sie in Baden-Wurttemberg, Bayern, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Hessen, Teilen Nordrhein-Westfalens (Niederrheinische Bucht) und sudlich des Thuringer Waldes heimisch. Der Begriff Urnenfelder-Kultur fut darauf, da damals die Toten auf Scheiterhaufen verbrannt und danach haufig ihre Asche beziehungsweise Knochenreste in tonerne Urnen geschuttet und in Brandgrabern beigesetzt wurden. Gelegentlich bildeten die Brandgraber ausgedehnte Urnenfelder mit Dutzenden oder Hunderten von Bestattungen. Der Text uber die Urnenfelder-Kultur stammt aus dem vergriffenen Buch "Deutschland in der Bronzezeit" (1996) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in alter deutscher Rechtschreibung und entspricht dem damaligen Wissensstand. Weitere Kulturen der Bronzezeit aus Deutschland werden ebenfalls in Einzelpublikationen vorgestellt.