ISBN-13: 9783638841726 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 40 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Sudosteuropa, Balkan, Note: 1,5, Otto-Friedrich-Universitat Bamberg (Institut fur Politikwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Begrundung territorialer Konflikte erlebte im 19. Jahrhundert einen grundlegenden Wandel: In den "alten Zeiten des 'Landerschachers′"(S.17) waren sie noch durch die Geltendmachung von dynastischen Rechtsanspruchen gepragt. Im Unterschied dazu hat sich, bedingt durch die Veranderung des Verstandnisses, was ein Staat ist, danach eine neue Art von Gebietsanspruchen durchgesetzt, die Bevolkerung und deren Ethnie in den Vordergrund stellt . So wurde auch im Kosovo im Rahmen des Krieges von 1998/99 die Ethnostruktur der Region zum Ausgangspunkt fur dessen Begrundung. Die Kosovaren behaupteten einen 90-prozentigen Bevolkerungsanteil zu haben, wahrend die Serbische Seite deutlich niedrigere Zahlen anfuhrte und auch auf ihre "historischen Rechte"(S.18) verwies. In der Sprachregelung der Internationalen Staatengemeinschaft fixierte man den Kosovo schlielich als "multiethische Region"(S.17). In dieser Arbeit sollen im Folgenden die historischen Grundlagen dieses Konfliktes im Mittelpunkt stehen. Dazu wird aus dem Werk "Der Kosovo Konflikt," herausgegeben von Jens Reuter und Konrad Clewing, das erste Kapitel mit seinen vier Aufsatzen herangezogen und dessen Gesichtspunkte zusammengefasst.