ISBN-13: 9783638807616 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 60 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,7, Universitat Regensburg, Veranstaltung: Vertreibung als europaisches Problem (1912/13-1999), 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit thematisiert als zentralen Aspekt den slowakisch-ungarischen Bevolkerungsaustausch, der sich hauptsachlich zwischen 1945 und 1949 vollzog; im Mittelpunkt genauerer Untersuchungen sollen dabei die Wurzeln des Konflikts der beiden Ethnien stehen, die in einem Ruckblick auf die Geschichte des Verhaltnisses der Tschechoslowakei zu seiner ungarischen Minderheit von 1918 an behandelt werden. Konkrete Grunde fur die Konfliktverscharfung sollen ebenso wenig auer Acht gelassen werden wie der letztliche Ablauf des "Bevolkerungsaustausches" im Kontext des Grades seiner Grausamkeitsdimension bzw. quantitativer Aspekte dieses Vertreibungsaktes. Abschlieend sollen die unmittelbaren Folgen fur das weitere Zusammenleben der beiden Ethnien wie das Verhaltnis ihrer beider Staaten zueinander in der Folgezeit beleuchtet werden. Bevolkerungsverschiebungen im 20. Jahrhundert, und gemeint sind damit in erster Linie durch Gewalt heraufbeschworene oder erzwungene, weisen in der Regel eine Reihe gemeinsamer Merkmale auf: so wird der Austausch zum einen von den siegreichen Staaten organisiert und findet seine Begrundung in einer vermeintlichen Notwendigkeit, zukunftigen Nationalitatenkonflikten durch die Herbeifuhrung ethnisch homogener Territorien vorzubeugen. Der Bevolkerungstausch bzw. die Vertreibung - bereits der Terminus impliziert es - beruht auf einer Zwangsmanahme des Staates gegenuber seinen (ehemaligen) Burgern. Der Akt der Vertreibung vollzieht sich wahrend eines Krieges oder in unmittelbarer zeitlicher Nahe. Begrundet werden die Vertreibungsaktionen nahezu homophon mit mangelnder Loyalitat der betroffenen Minderheit gegenuber dem Staat bzw. im schlimmsten Falle mit dem Vorwurf der Kollab