ISBN-13: 9783638693264 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 160 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Psychologie - Sozialpsychologie, Note: sehr gut, Gottfried Wilhelm Leibniz Universitat Hannover (Institut fur Soziologie und Sozialpsychologie), 123 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Gegenstand dieser Arbeit ist der psychische Zwang als pathologische Erscheinung. Die Uberschrift Aspekte des Zwangs weist darauf hin, dass er nicht nur als eigenes Krankheitsbild, sondern auch im Zusammenhang mit anderen Krankheiten, als Phanomen auftritt. Er wird unterschiedlich bezeichnet: als Zwang, Zwangsstorung und Zwangsneurose. Klinisch-psychiatrische Klassifikationsschemata bevorzugen den Begriff Zwangsstorung. Tritt er als eigenes Krankheitsbild auf, mussen als Hauptmerkmale Zwangsgedanken und Zwangshandlungen nachgewiesen werden. Im ersten Teil dieser Arbeit werden Epidemiologie, Pravalenz, Inzidenz und Verlauf, sowie psychosoziale und soziokulturelle Faktoren untersucht. Zusatzlich werden Zwansspektrumstorungen und Komorbiditat erortert. Das neurobiologische und lerntheoretische Erklarungsmodell wird kurz umrissen und anschlieend auf die Familienforschung eingegangen. Im zweiten Teil, dem Hauptteil, wird das psychodynamische Erklarungsmodell vorgestellt und damit die psychoanalytische Sichtweise. Das triebtheoretische klassische Konfliktmodell Sigmund Freuds wird erganzt durch neoanalytische, ich- und selbstpsychologische, sowie objekttheoretische Ansatze. Weil im Vordergrund psychoanalytischer Aussagen vermehrt die autoprotektive Funktion des Zwangs als Sicherung menschlicher Existenz steht, erfolgt eine Gegenuberstellung des Zwangs als Ausdruck eines Konflikts versus Ausdruck eines strukturellen Mangels. In diesem Zusammenhang wird abschlieend die Frage eines Symptomwandels diskutiert.