ISBN-13: 9783484176089 / Niemiecki / Twarda / 2006 / 813 str.
Der Band erschliesst in 126 Briefen und 45 Beilagen die Kommunikation des Oberhaupts der Fruchtbringenden Gesellschaft. 1637 und 1638 treten im Wettbewerb der europaischen Volkssprachen neben der deutschen Gelegenheitsdichtung und Ubersetzung die Bibeldichtung, die systematische Spracharbeit, die Kultivierung des Briefstils und nicht zuletzt die wissenschaftliche Prosa in den Vordergrund. Dies hangt eng mit der Mitgliederstruktur zusammen: Die erste und grosste deutsche Akademie vereinigte Hunderte von intellektuellen Kopfen aus Europa und war bestrebt, die deutsche Volkssprache zur Quelle einer politischen und konfessionellen Verstandigung und einer christlichen und moralischen Erneuerung zu machen."
"[...] ist der mit Sachverstand und Akribie erarbeiteten Edition zu wünschen, dass ein breites Spektrum von Wissenschaftsdisziplinen diese Quellen für ihre Forschungen nutzt."Maria-Elisabeth Brunert in: http://www.sehepunkte.de/2011/02/11788.html "Die Herausgeber haben die sorgfältig edierten Dokumente durchweg mit einem exzellenten hochgelehrten Kommentar versehen, der sowohl kulturgeschichtlich, sprach- und literaturwissenschaftlich als auch biographisch umfassend zu den verhandelten Problemen und genannten Personen Auskunft gibt und die oft komplizierte und z.T. wenig erforschte Kriegssituation des späteren Dreißigjährigen Krieges entwirrt."Alexander Schmidt in: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte 61/2007 "Ohne Zweifel handelt es sich wiederum um eine verdienstvolle Monumentaledition, die der Forschung zur Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit ein riesiges Reservoir an Informationen bereitstellt? Grundlagenforschung im besten Sinne."Peter Heßelmann in: Archiv für Kulturgeschichte Nr. 90/1 (2008) "Seit den Tagen Bartholds und Krauses, Opels und Cohns, Chrousts und Ritters hat die kulturgeschichtliche Forschung zur ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts keinen vergleichbaren quellenkundlichen Impuls mehr erfahren. Möge dem hervorragend gearbeiteten Werk eine gedeihliche weitere Entwicklung vergönnt sein."Klaus Garber in: Germanistik, Band 48/ Heft 3-4 (2007)