ISBN-13: 9783640774852 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 44 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: sehr gut (1,0), Universitat zu Koln (Institut fur deutsche Sprache und Literatur), Veranstaltung: Einfuhrungsseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: "Minna von Barnhelm" wird als der Hohepunkt von Lessings Komodienschaffen angesehen und wird auch heute noch gerne aufgefuhrt. Das Stuck erscheint 1767 unter dem Titel "Minna von Barnhelm oder das Soldatengluck. Lustspiel in 3 Aufzugen."1 Die Anmerkung "Verfertigt im Jahre 1763" deutet den hohen Realitatsgehalt des Stuckes an. Es ist das Jahr des Hubertusfriedens, der zeitgeschichtliche Hintergrund ist der Siebenjahrige Krieg. Zu der Zeit ist Lessing Gouvernementsekretar und hat so Kontakt mit der "Politik der Groen."2 Durch diese offenkundige Nahe zu den politischen Zeitereignissen ware das Stuck beinahe zensiert worden. Es wird aber schlielich doch am 30.09.1767 uraufgefuhrt. Durch die Neuartigkeit des Realitatsbezuges hat es auch Auswirkungen auf die Tradition der Lustspiele. Auch wenn sich noch viele Parallelen zu der sachsischen Typenkomodie finden, so zeigt sich doch, dass fur Lessing die Individualisierung eine groe Rolle spielt. Die Charaktere in diesem Stuck stehen nicht als Typen, sondern als Individuen auf der Buhne.3 Diese Tatsachen bilden den Hintergrund fur die vorliegende Arbeit. Es soll untersucht werden, inwieweit das Stuck als Anleitung zur Toleranz gesehen werden kann. Dazu werden drei Punkte naher betrachtet: die sachsische Typenkomodie, die Standegesellschaft und die Rolle der Frau zu jener Zeit.